Adduktorenverletzungen

Verletzungen im Leisten- und damit auch im Adduktorenbereich treten besonders häufig bei Mannschaftssportarten auf. Sie führen zu Ausfällen an Spiel- und Trainingstagen. Es kommen die Fragen auf: Warum verletzen sich in einigen Mannschaften mehr Spieler? Warum bleiben Spieler von Muskelverletzungen verschont? Kann man die Verletzungen vermeiden und wenn ja, wie?

Die Häufigkeit von Adduktorenverletzungen im Fußball und auch in anderen Mannschaftssportarten erfordert ein wirksames Präventionsprogramm (Núñez et al., 2020). In folgendem Beitrag findet ihr einen Überblick über das Beschwerdebild und einige Übungen zur Behandlung und Prävention.

 

  1. Allgemeines 
  2. Wer ist davon betroffen?
  3. Woher könnten die Symptome noch kommen?
  4. Was kann ich präventiv dagegen tun?
  5. Wie gehe ich mit der Verletzung um?
  6. Übungsprogramm
  7. Fazit

1. Allgemeines 

Leistenschmerzen sind ein weit verbreitetes Problem, vor allem im Fußball. Nicht nur in den Profiligen, auch der Amateur- und Jugendbereich hat damit zu kämpfen. Immer wieder kommt es zu Trainings- und Spielausfällen aufgrund von bestehenden Schmerzen in diesem Bereich (Smakal et al., 2021). 

Die Hüft- und Beckenregion ist ein Gebiet, welches von einigen Muskeln bewegt und stabilisiert wird. Gleichzeitig bringen Mannschaftssportarten eine hohe Anforderung an den Spieler und sein muskuloskelettales (Muskeln und Knochen) System mit sich. Er muss nicht nur belastungsstabil sein, sondern auch agil und fähig sich unvorhersehbaren Situationen schnell anzupassen und zu entscheiden. So kommt es beispielsweise bei Fußballspielern im Feld häufiger zu Verletzungen der unteren Extremität. Dabei ist das Verletzungsrisiko der dominanten Seite um 1,6-fach höher als auf dem nicht dominanten Bein (DeLang et al., 2021). 

Muskelverletzungen werden zum Teil anhand der Schwere in verschiedene Grade eingeteilt. Im deutschsprachigen Raum ist meist die Klassifikation nach Müller Wohlfahrt in Grad I–IV gebräuchlich, international die Klassifikation in Grad 1 (leichte Flüssigkeitsansammlung), Grad 2 (Teilriss) und Grad 3 (kompletter Riss mit flüssigkeitsgefüllter Lücke) (Weber et al., 2013).

2. Wer ist davon betroffen?

Leistenverletzungen stellen im Männerfußball ein erhebliches Problem dar und machen 4 % bis 19 % aller Verletzungen mit Zeitverlust aus. Auf Eliteebene erleiden 14 % bis 17 % aller Spieler in jeder Saison eine Leistenverletzung, die zu Zeitverlusten führt (Harøy et al., 2018). Bei Profifußballern sind 35 % der Leistenverletzungen in den Adduktoren lokalisiert. Bei 29 % der Adduktorenverletzungen kommt es später zur erneuten Verletzung. Die Adduktoren befinden sich an der Innenseite des Oberschenkels und sind für das Heranziehen des Beines verantwortlich. Sie sind an Richtungswechseln sowie Schussbewegungen beteiligt. Die Inzidenz (Häufigkeit der Erkrankung) von Adduktorenverletzungen liegt bei 0,8 bis 0,4 Verletzungen pro 1.000 Stunden Spielzeit (Núñez et al., 2020). 

3. Woher könnten die Symptome noch kommen?

Die Becken- und Leistenregion ist ein Komplex aus einigen Strukturen wie Bändern, Sehnen, Muskeln, Gelenken, Knorpeln, anderen Weichteilen, inneren Organen und Nerven, die miteinander interagieren. Dementsprechend können verschiedene Strukturen einen Leistenschmerz auslösen. Tatsächlich sind Muskelverletzungen der Adduktoren, des Hüftbeugers oder der Bauchmuskulatur die häufigste Ursache für Schmerzen in der Leiste. Andere Ursachen für den Schmerz können Schambeinentzündungen, femoroacetabulares Impingement, Stressfrakturen oder Leistenbrüche sein. Seltene Ursachen sind Erkrankungen innerer Organe beispielsweise des kleinen Beckens und Nervenerkrankungen, wobei der Schmerz in die Leiste ausstrahlt (Lenz et al., 2022, Weber et al., 2013). 

Zur Sicherung der Diagnose sind einige Faktoren relevant. Zum einen gibt der Verletzungsmechanismus an sich Hinweise auf die betroffene Struktur. Bei Adduktorenverletzungen sind es abrupte Drehbewegungen beziehungsweise Traumen in einer Abduktions- (Abspreizen) und Außenrotationsbewegung wie beispielsweise ein beim Schuss im Fußball. Zum anderen sichern spezielle Tests und bildgebende Verfahren letztendlich die Diagnose. Schmerzprovokationstests des Muskels auf Anspannung und Dehnung dienen der Differenzierung des betroffenen Muskels und geben Aufschluss über die Reizbarkeit des Gewebes. Zur Bestimmung der Weichteilverletzung wird in der Bildgebung zunächst der Ultraschall verwendet. Ein MRT kann bei Bedarf zur exakteren Beurteilung ebenfalls durchgeführt werden (Weber et al., 2013). 

In einigen Fällen kommt es zu länger anhaltenden Beschwerden im Bereich der Leiste. Im Zuge dessen wurde, wie bereits im Blogartikel zur Schambeinentzündung, auch bezüglich der langanhaltenden Adduktorenverletzungen untersucht, ob diese im Zusammenhang mit einem femoroacetabularen Impingement (FAI) steht. Dies ist jedoch noch unklar und konnte bisher nicht bestätigt werden. In der Bildgebung besteht das FAI sowohl bei asymptomatischen als auch symptomatischen Fußballern (Weir et al., 2009). Weiteres zu dem Thema findest du im Blogartikel FAI. Branci et al. (2014) stellen darüber hinaus fest, dass positive MRT-Befunde unabhängig von den Symptomen bei Fußballspielern signifikant häufiger als bei Nicht-Fußballspielern vorkommen. Dies deutet darauf hin, dass diese MRT-Veränderungen eher mit dem Fußballspiel selbst als mit klinischen Symptomen in Verbindung gebracht werden können. MRT-Befunde der Leistenregion bei lang anhaltenden Beschwerden sollten mit diesem Hintergrund interpretiert werden.

4. Was kann ich präventiv dagegen tun?

Alleine die Wiederverletzungsrate bei Profispielern von 29 % nach Adduktorenverletzung sollte ein Anstoß sein mehr Zeit in die Prävention und Rehabilitation dieser Verletzung zu stecken (Núñez et al., 2020). Wie bereits beschrieben, treten Leistenschmerzen vor allem in Mannschaftssportarten auf. Die Frage ist, kann man etwas dagegen tun oder lässt sich das Risiko durch die Sportart an sich nicht beeinflussen? In einer sechsmonatigen Untersuchung im Amateurfußball konnte durch ein separates Kräftigungsprogramm der Adduktoren das Risiko für das Auftreten von Leistenschmerzen um 41 % verringert werden. Daher wird ein gezieltes und regelmäßiges Trainingsprogramm zur Kräftigung der Adduktoren empfohlen, um präventiv das Risiko von Trainings- und Wettkampfausfällen zu reduzieren (Smakal et al., 2021). 

Du kannst also höchstwahrscheinlich das Risiko für diese Verletzung deutlich verringern. Nun bleibt noch die Frage offen, wie genau: In der Untersuchung von Núñez et al. (2020) wurde bestätigt, dass ein Kraftdefizit der Adduktoren von 10 % oder mehr zwischen dominantem und nicht dominantem Bein ein Risikofaktor für Verletzungen darstellt. Ebenfalls scheint eine Asymmetrie des Verhältnisses von Abduktoren (Abspreizer) und Adduktoren eine Rolle als Risikofaktor zu spielen. Ein Abduktions- und Adduktionstraining am Seilzug in verschiedenen Winkeln mit submaximaler bis maximaler Intensität konnte die durchschnittliche Verletzungsrate im Profifußball bei den Studienteilnehmern reduzieren. Das Training wurde zweimal pro Woche in der Vorbereitung und einmal pro Woche während der Saison durchgeführt. Die vorgeschlagenen Krafttrainingsprogramme können dazu beitragen, Verletzungen der Adduktorenmuskeln bei Profifußballern zu verhindern. Es führt zu einer sehr geringen Rate an Adduktorenverletzungen und nur zu leichten bis mittelschweren Verletzungen während der Saison (Núñez et al., 2020).

Vor dem Hintergrund, dass die Kräftigung der Adduktoren Verletzungen vorbeugen kann untersuchten Harøy, Clarsen, et al. (2018), ob diese Übung einen Einfluss darauf hat. Eine Gruppe führte ein Kräftigungsprogramm anhand der Copenhagen Adductor Übung durch, während die andere am normalen Fußballtraining teilnahm. Die Übung wurde in drei Progressionsstufen dreimal pro Woche in der Vorbereitung und einmal pro Woche während der Saison durchgeführt. Die durchschnittliche Prävalenz von Leistenproblemen während der Saison betrug 13,5 % in der Interventionsgruppe (mit Kräftigung) und 21,3% in der Kontrollgruppe (ohne Kräftigung). Auch diese Untersuchung kommt zu dem Ergebnis, dass das Risiko von Leistenproblemen in der Gruppe mit Kräftigungsprogramm um 41 % geringer war als in der Gruppe ohne Kräftigung (Harøy, Clarsen, et al., 2018)

Zusammenfassend scheint ein einfaches Krafttrainingsprogramm der Adduktoren und gegebenenfalls der Abduktoren das Verletzungsrisiko deutlich zu verringern.

5. Wie gehe ich mit der Verletzung um?

Sollte es trotz allem zu einer Adduktorenverletzung gekommen sein, ist eine rasche und intensive Behandlung wichtig, um die Heilung zu beschleunigen und einen reibungslosen Übergang zurück zur gewünschten Sportart zu gewährleisten. Außerdem können durch eine progressive funktionelle Rehabilitation Wiederverletzungen und länger anhaltende Beschwerden vorgebeugt werden (Weber et al., 2013). 

Die einzelnen Stufen der Rehabilitation richten sich nach der Funktion des Betroffenen, die Stufen werden dementsprechend durchlaufen und die Belastbarkeit des Athleten individuell gesteigert bis zur Rückkehr zum Sport. Aspetar, ein medizinisches Institut für wissenschaftliches Arbeiten in der Sportmedizin, entwickelte hierfür zwei Vier-Stufen-Protokolle, welche im Folgenden beschrieben werden. Ein Teil beinhaltet die Progression der Belastbarkeit der Adduktoren (Adduktoren-Trainings-Protokoll) und der andere die Laufprogression (Lauf-Trainings-Progression). 

An den Athleten angepasst können mehr als drei Einheiten pro Woche durchgeführt werden und ein zusätzliches schmerzfreies Krafttraining für andere Muskelgruppen (v.a. der hinteren Kette) an den trainingsfreien Tagen. Das Trainingsprotokoll darf nicht durchgeführt werden, wenn noch Schmerzmittel eingenommen werden, zusätzlich sind Massagen im betroffenen Gebiet und zusätzliche Behandlungsmethoden verboten (z.B. Ultraschall und Laser). Beide Vier-Stufen-Protokolle können individuell gesteigert werden. Beispielsweise kannst du dich beim Adduktoren-Trainings-Protokoll in Phase 1 befinden und beim Laufprotokoll in Phase 2 oder umgekehrt. Beide Protokolle müssen abgeschlossen sein, bevor du wieder aufs Feld zurück gehst. 

Die Progression während der einzelnen Phasen der beiden Modelle richtet sich nach deinem Schmerzempfinden. Anhand der numerischen Analogskala (NRS 0=kein Schmerz/ 10=schlimmster Schmerz) wird das Training gesteuert. Ist dein Schmerz unter eins, kann in die nächste Phase gegangen werden. Ist der Schmerz bei zwei, bleibst du bei der Übung, ist dein Schmerz bei drei oder darüber muss die Intensität reduziert werden (siehe nachfolgende Grafik).

Nachfolgend findest du tabellarisch die Übungsprogression der beiden Protokolle. Erfüllst du die Progressionskriterien, kannst du in die nächste Phase übergehen. 

Adduktoren-Trainings-Protokoll

Lauf-Trainings-Protokoll

 

In seltenen Fällen kommt es zu länger anhaltenden Adduktoren bedingten Schmerzen. Hierzu sind wenig qualitativ hochwertige Studien vorhanden. In einer Übersichtsarbeit wurden die aktuell wirksamsten Therapiemöglichkeiten für dieses Schmerzsyndrom aufgeführt. Die Empfehlung für konservative Behandlung beinhaltet Kräftigungsübungen, Manuelle Therapie, Kompressionsbekleidung und Prolotherapie (eine Form der Schmerztherapie). Geringere Empfehlungen findet man für Kortisoninjektionen, Plasmatherapie und Elektrotherapie. Es erfordert weitere Untersuchungen zu diesem Thema, sodass genauere Aussagen und Empfehlungen getroffen werden können (Bisciotti et al., 2021).

6. Übungsprogramm 

Nachfolgend findest du das Übungsprogramm anhand der Vier-Phasen-Modelle in Form von Videos. 

Beispielübungen aus dem Adduktoren-Trainings-Protokoll: 

7. Fazit 

Adduktorenverletzungen stellen ein häufiges Problem in Mannschaftssportarten dar und sind unter anderem im Profibereich mit Ausfallzeiten und damit einhergehendem Geldverlust verbunden. Der aktuellen Studienlage nach gibt es Möglichkeiten Verletzungen zu minimieren oder sogar zu vermeiden. Die Implementierung von Präventionsprogrammen bei Mannschaftssportlern wäre eine sinnvolle Maßnahme, die oftmals einfach, kostengünstig und zeiteffizient in eine Trainingswoche zu integrieren ist. Bei einer vorliegenden Verletzung ist eine rasche und progressive Reha erforderlich. 

 

Wir unterstützen dich gerne bei Fragen oder bei der Gestaltung deiner Rehabilitation inklusive einem geeigneten Trainingsplan, Vorgaben zur individuell angepassten Belastungssteuerung und sinnvollen Übungen.

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Quellenangaben:
    1. Bisciotti, G. N., Chamari, K., Cena, E., Garcia, G. R., Vuckovic, Z., Bisciotti, A., Bisciotti, A., Zini, R., Corsini, A. & Volpi, P. (2021). The conservative treatment of longstanding adductor-related groin pain syndrome: a critical and systematic review. Biology of Sport, 38(1), 45–63. https://doi.org/10.5114/biolsport.2020.97669

    2. Branci, S., Thorborg, K., Bech, B. H., Boesen, M., Nielsen, M. B. & Hölmich, P. (2014). MRI findings in soccer players with long-standing adductor-related groin pain and asymptomatic controls. British Journal of Sports Medicine, 49(10), 681–691. https://doi.org/10.1136/bjsports-2014-093710

    3. DeLang, M. D., Salamh, P. A., Farooq, A., Tabben, M., Whiteley, R., van Dyk, N. & Chamari, K. (2021). The dominant leg is more likely to get injured in soccer players: systematic review and meta-analysis. Biology of Sport, 38(3), 397–435. https://doi.org/10.5114/biolsport.2021.100265

    4. Harøy, J., Clarsen, B., Wiger, E. G., Øyen, M. G., Serner, A., Thorborg, K., Hölmich, P., Andersen, T. E. & Bahr, R. (2018). The Adductor Strengthening Programme prevents groin problems among male football players: a cluster-randomised controlled trial. British Journal of Sports Medicine, 53(3), 150–157. https://doi.org/10.1136/bjsports-2017-098937

    5. Harøy, J., Pope, D., Clarsen, B., Wiger, E. G., Øyen, M. G., Serner, A., Thorborg, K., Hölmich, P., Andersen, T. E. & Bahr, R. (2018). Infographic. The Adductor Strengthening Programme prevents groin problems among male football players. British Journal of Sports Medicine, 53(1), 45–46. https://doi.org/10.1136/bjsports-2018-099993

    6. Lenz, R., Holl, N., Lutter, C., Krüger, J., Weber, M. A. & Tischer, T. (2022). Leistenschmerz beim Sportler. Arthroskopie. https://doi.org/10.1007/s00142-022-00516-8

    7. Núñez, J. F., Fernandez, I., Torres, A., García, S., Manzanet, P., Casani, P. & Suarez-Arrones, L. (2020). Strength Conditioning Program to Prevent Adductor Muscle Strains in Football: Does it Really Help Professional Football Players? International Journal of Environmental Research and Public Health, 17(17), 6408. https://doi.org/10.3390/ijerph17176408

    8. Smakal, J., Jamrog, N. & Wojanowski, B. (2021). 053 The preventive effect of targeted adductor training on groin pain from football players. Free Communications. https://doi.org/10.1136/bjsports-2021-ioc.50

    9. Weber, M. A., Rehnitz, C., Ott, H. & Streich, N. (2013). Groin Pain in Athletes. RöFo – Fortschritte auf dem Gebiet der Röntgenstrahlen und der bildgebenden Verfahren, 185(12), 1139–1148. https://doi.org/10.1055/s-0033-1335304

    10. Weir, A., de Vos, R. J., Moen, M., Holmich, P. & Tol, J. L. (2009). Prevalence of radiological signs of femoroacetabular impingement in patients presenting with long-standing adductor-related groin pain. British Journal of Sports Medicine, 45(1), 6–9. https://doi.org/10.1136/bjsm.2009.060434